OrthopÄdie

STÖRUNGEN IM StÜtz- und Bewegungsapparat

Die Orthopädie befasst sich mit Störungen im Stütz- und Bewegungsapparat. In der Pferdepraxis ist dies mit das größte Aufgabengebiet. Lahmheit beim Pferd entsteht aufgrund unzähliger Ursachen. Dazu zählen naturgegebene Fehlstellungen der Gliedmaßen, Unfälle, Verletzungen, Überbelastungen u.v.m.

In der Lahmheitsuntersuchung steht dem Tierarzt eine Reihe von Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung. Da das Pferd uns nicht sagen kann, was ihm genau Schmerzen verursacht, muss der Tierarzt den schmerzhaften Bereich lokalisieren. Dazu reicht es nicht, ein Röntgenbild zu machen und bei einem Befund dort zu behandeln. Auch wir werden röntgenologische Veränderungen an unseren Gelenken haben, aber deswegen ist dies nicht gleichzusetzen mit Schmerzen.
Die korrekte Lahmheitsuntersuchung läuft immer nach dem gleichen Schema ab. Zuerst wird das Pferd in der Stallgasse allgemein untersucht. Dabei werden alle vier Gliedmaßen und der Rücken abgetastet, auch wenn das kranke Bein schon von weitem zu erkennen ist. Es können ja auch mehrere Ursachen vorliegen!
Ist das erkrankte Bein zu erkennen, wird hier genauer auf Wärme, Schwellung, Schmerzhaftigkeit und Bewegungseinschränkungen untersucht. Daran anschließend folgt die Untersuchung in der Bewegung. Selbstverständlich je nach Schwere der Lahmheit. Ist das Pferd nur geringgradig lahm, schließt sich die Untersuchung auf harten und weichen Boden an. Auch wird der Tierarzt sogenannte Provokationsproben durchführen, bei der die Gliedmaße ca. eine Minute gebeugt wird und das Pferd anschließend angetrabt wird. Diese gesamte Untersuchung führt der Tierarzt durch, um sich ein genaueres Bild von der Lahmheit zu machen und um eine Idee zu entwickeln, was eventuell die Lahmheitsursache sein könnte. Wie oft höre ich die Aussagen: das kommt aus dem Rücken, der Schulter, Hüfte o.ä. und das Pferd hat eigentlich Schmerzen im Huf. Bezeichnen sie Ihren Tierarzt also nicht als unfähig, wenn er an den Hufen anfängt. Er untersucht Ihr Pferd nur korrekt.
Im Anschluss folgt die eigentliche Untersuchung auf die Schmerzursache. Hierzu wird der Tierarzt die Gliedmaße von unten nach oben in Abschnitten „abspritzen“. Das heißt, er spritzt an bestimmte Nervenstellen ein Medikament, welches für 20-50 min die Nerven betäubt (anästhesiert). Dann wird das Pferd wieder in der Bewegung beurteilt. Lahmt das Pferd weiter, spritzt der Tierarzt ein Stück höher an der Gliedmaße, bis das Pferd nicht mehr lahmt oder zumindest 70% weniger. Dann ist der Bereich gefunden, in dem die schmerzhafte Ursache liegen muss. Nun kommen die bildgebenden Verfahren wie Röntgen und Ultraschall ins Spiel. Eventuell muss an einem nächsten Termin sogar noch einmal gezielt (z.B. in Gelenken) anästhesiert werden
Sie sehen, die Orthopädie kann sehr aufwendig und damit auch sehr teuer werden, aber die konsequente Diagnostik in der Lahmheitsuntersuchung ist der Schlüssel zum Erfolg.

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Immer wieder werde ich gebeten, im Rahmen meiner Praxistätigkeit, bestimmte Krankheiten des Pferdes ausführlicher zu erklären. So gerne ich das tun möchte, so häufig fehlt mir dazu einfach die Zeit. Deswegen werde ich in Zukunft auf dieser Seite häufig gefragte Themen ausführlicher beschreiben und ich hoffe ich kann damit allen Fragen gerecht werden.
Morbus Cushing beim Pferd
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Sie möchten ein Pferd kaufen oder verkaufen und dafür eine „Kaufuntersuchung“ durchführen lassen? Um den Ablauf für alle Beteiligten zu optimieren, habe ich in meinem Merkblatt Erläuterungen aufgeführt, um Sie als Auftraggeber über wichtige Belange dieser Untersuchung aufzuklären.

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