HomÖopathie

Die heutige Medizin ist auf einem Standard wie nie zuvor. Wir haben so viele Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie wie zu keiner Zeit vorher. Die naturwissenschaftliche Forschung hat der Medizin viele neue Erfolge gebracht. Die technische Perfektion der apparativen Diagnostik hat auch in der Tiermedizin Einzug gehalten und die Erfolge der Behandlungen sind beachtlich. Besonders auch in der Chirurgie sind Therapien und Operationen zur täglichen Pferdepraxis geworden, wo früher deutliche Grenzen waren.
Warum aber erleben wir trotzdem im täglichen Umgang mit unseren Patienten einen Therapienotstand? Warum steigt die Zahl der chronisch kranken Tiere? Warum erleben wir immer häufiger in der Humanmedizin, aber auch in der Tierarztpraxis Allergien oder sogar anaphylaktische Schocks? Warum ist so oft Nutzen und Schaden einer Therapie abzuwägen? Und nicht zu Letzt warum müssen so viele Tiere unbehandelt bleiben, weil die schulmedizinischen Behandlungskosten einfach zu hoch sind?

Die wissenschaftliche Grundlage der Schulmedizin ist die experimentelle Biologie. Die experimentelle Biologie als Gegenstand unserer Forschung ist aber nicht das Leben, sondern nur die physikochemischen Grundlagen des Lebens. Eine Therapie, die sich ausschließlich auf diejenigen Störungen des Lebendigen stützt, die Störungen in den physikochemischen Grundlagen darstellen, vernachlässigt alle anderen komplexen Zusammenhänge des Lebens. Beispiele gibt es aus allen Bereichen der Tiermedizin. Ein Pferd, welches über Jahre dem Stress in einem Stall ausgesetzt ist, mit Unruhe, grobem Beritt, schlechter Luft wird unweigerlich früher oder später erkranken. Dies kann sich in Lahmheit, Koliken, Hauterkrankungen u.v.m. klinisch äußern. Der Schulmediziner geht nun daran diese Erkrankungen isoliert voneinander zu behandeln. Die Lahmheit wird besser, die Kolik löst sich, die Hauterkrankung heilt ab, aber das Pferd wird immer wieder an neuen Erkrankungen leiden und vermutlich immer dramatischer und immer komplexer. Die Homöopathie befasst sich mit diesem Pferd auf einem anderen Weg. Es werden alle Symptome erfasst und möglichst auch in der Reihenfolge des Auftretens der Erkrankungen. Dann fließen in diese Symptomauflistung auch typbedingte Eigenschaften des Pferdes mit ein, wie z. B. Nerv oder Konstitution.

In der Homöopathie werden Arzneimittel verwendet, die seit über 200 Jahren getestet und immer wieder neu geprüft wurden und werden. Dabei wird einem „Gesunden“ Menschen ein Arzneimittel verabreicht und dieser dokumentiert die Symptome, die er an sich während dieser sogenannten Arzneimittelprüfung erfährt. Wie z. B. ein Schmerz im rechten Bein, der in den rechten Fuß ausstrahlt, oder Juckreiz mit roten Flecken an den Armen etc. Diese Dokumentationen fließen in die sogenannten Symptomverzeichnisse ein. Dadurch, dass diese Verzeichnisse mit dem Gründer Dr. med. habil. Samuel Hahnemann seit dem Ende des 18. Jahrhunderts begannen und laufend erweitert und ergänzt wurden, stehen uns heute sehr umfassende überarbeitete Symptomverzeichnisse zur Verfügung.

Symtomverzeichnis

Nun werden die Symptome des erkrankten Tieres mit den Symptomen in den Verzeichnissen verglichen und die entsprechenden Arzneimittel notiert. Ziel ist es das Arzneimittel zu finden, welches in seinen Symptomen so genau wie möglich auf das Gesamtbild des erkrankten Tieres passt. In der Regel kristallisieren sich aus diesem Vorgang, den der Homöopath Repertorisation nennt, zwei bis drei Arzneimittel heraus. Nun folgt der Abgleich in die andere Richtung. Dazu gibt es inzwischen unzählige Bücher auf dem Markt, die als Materia medica bezeichnet werden. Hier sind die homöopathischen Arzneimittel alphabetisch aufgelistet und ihre jeweiligen Symptome nach Organsystem sortiert. Nun liest der Homöopath die zwei oder drei Arzneimittel in der Materia gegen und gelangt nun im günstigsten Fall auf genau das passende Arzneimittel. Dies ist dadurch charakterisiert, dass es in seiner Symptomgesamtheit dem Krankheitsbild des Patienten so ähnlich ist wie möglich (Ähnlichkeitsregel).

Die Wirkung eines Homöopathikums ist nach unserem heutigen Wissenstand nicht eindeutig zu erklären Das ist auch der Grund, warum die Krankenkassen eine homöopathische Behandlung nicht übernehmen. Es ist aber inzwischen ohne Frage, dass die Homöopathie Einfluss auf ein Lebewesen, egal ob Mensch oder Tier, ausüben kann. Zweifler sollten einmal Arnica bei einer hochgradig schmerzhaften Verletzung, oder Nux vomica nach einem reichhaltigen Essen, nehmen. Sie werden sich wundern wie schnell und effektiv Homöopathika wirken. Homöopathika lösen im Organismus einen Reiz aus, der den Körper zur Selbstheilung anregt. Vorrausgesetzt das Mittel war richtig gewählt. Oft höre ich in der täglichen Praxis: „Homöopathisch! Das haben wir schon probiert, das hilft nicht“.

Ein homöopathisches Arzneimittel kann auch falsch gewählt sein, oder die Diagnose kann nicht stimmen. Wenn ein schulmedizinisch arbeitender Arzt nicht hat helfen können, habe ich noch nie gehört, daß jemand sagte: „Schulmedizin! Das habe ich schon ausprobiert das hilft nicht“.
Die moderne Medizin ist durch ihre Schnelligkeit und ihre prompte Wirkung charakterisiert. Der homöopathischen Behandlung wird nachgesagt, sie wirke zu langsam. Häufig genug habe ich das Gegenteil erlebt. Z. B. im Einsatz bei Kreuzverschlägen oder hochgradig schmerzhaften Prozessen ist der Wirkungseintritt oft wesentlich schneller, als es mit schulmedizinischen Medikamenten möglich ist. Das Problem ist, auf die Schnelle das richtige Arzneimittel zu wählen. Es gibt ca. 3000 verschiedene Homöopathika, die alle ein anderes Arzneimittelbild besitzen. Schulmedizinisch sind es in der Notfallpraxis vielleicht maximal 20-30 verschiedene Wirkstoffe. Das begründet warum die Wahl eines herkömmlichen Medikaments im Notfall oft sicherer ist. Ein wirklich erfahrener Homöopath wird zudem schneller das Arzneimittelbild erkennen und auch häufiger im Notfall Homöopathika einsetzen, als ein auf dem Gebiet weniger erfahrener Arzt.

Die Zunahme chronischer Krankheitszustände führt die Patienten aber immer häufiger zu einer homöopathischen Behandlung. Hier kann die Homöopathie häufig mit wenigen Arzneimittelgaben in längeren Zeitabständen Krankheiten beheben oder lindern ohne die Nebenwirkungen chemisch hergestellter Arzneimittel. Homöopathika stoßen den Heilungsprozess im Organsimus nur an, der Organismus selbst hat die Aufgabe, sich selbst wieder in den alten gesunden Zustand zu versetzen. Das braucht bei chronischen Krankheiten seine Zeit, genauso wie eine chronische Krankheit Zeit braucht, sich zu entwickeln.


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Immer wieder werde ich gebeten, im Rahmen meiner Praxistätigkeit, bestimmte Krankheiten des Pferdes ausführlicher zu erklären. So gerne ich das tun möchte, so häufig fehlt mir dazu einfach die Zeit. Deswegen werde ich in Zukunft auf dieser Seite häufig gefragte Themen ausführlicher beschreiben und ich hoffe ich kann damit allen Fragen gerecht werden.
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