Akupunktur

Die ältesten überlieferten Texte über die Anfänge der Akupunktur entstanden in China in der Han-Dynastie (~ 350 vor Chr.) Diese Aufzeichnung sind geprägt von stark philosophischen und taoistischen Einflüssen der damaligen Denker Chinas, aber dieses Jahrtausend alte medizinische Geschichte beeindruckt trotzdem. Wie spärlich wirkt dagegen die Entwicklungsgeschichte unserer westlichen Medizin. Aus traditionell chinesischer Sicht ist die Akupunktur eine regulative Medizin. Ein Lebewesen muss mit sich und seiner Umwelt im völligen Gleichgewicht stehen. Wird dieses Gleichgewicht gestört, kann das Lebewesen aus der Balance geraten. Die Folge ist Krankheit. Mit Hilfe der Akupunkturnadeln wird der Organismus gezielt stimuliert, um sein Gleichgewicht wieder zu erlangen und damit wieder zu gesunden.

Aus westlichen Forschungen wissen wir, dass alle Akupunkturpunkte auf dem Körper eine hohe Dichte an Nervenfasern, Nervenendigungen oder Gefäßen in der Unterhaut oder tiefer aufweisen. Durch die Nadeln werden diese Strukturen stimuliert und im Organismus eine Reaktion ausgelöst. Aufgrund dieser Erkenntnisse öffnet sich die westliche Medizin immer mehr auch der Akupunktur. Ebenso wie die Krankenkassen, die bei bestimmten Indikationen inzwischen die Akupunktur übernehmen.

Aber wie so oft, ganz so einfach ist es nicht. Inzwischen spalten sich die Ansichten über die Art der Anwendung der Akupunktur weltweit in verschiedene Lager. Die einen „nadeln“ schmerzhafte Areale (sog. Triggerpunkte), andere stimulieren Nervenbahnen entlang großer Muskelgruppen (Longitudinales Muskel System - LMS). Wieder andere Akupunkteure halten sich streng an die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), welches eine vollkommen anderes Verständniss der organischen Zusammenhänge im Körper hat, als unsere westliche Medizin.
Die östliche Akupunktur konnte in den letzten Jahren nicht immer den Ansprüchen der anfänglichen westlichen Euphorie gerecht werden und viele wandten sich wieder von ihr ab. Vermutlich waren die Ansprüche des Erfolgs zu hoch. Zaubern kann keine Medizinform. Es ändert aber nichts daran, daß die Akupunktur gewaltige Veränderungen in einem Organismus bewirken kann. Dies betrifft genauso innere Erkrankungen, wie ihr Einsatz bei Lahmheit und Verspannungen. Aber wie immer gilt: Dogmen schaden nur und den einzig allein gültigen Weg gibt es nicht.

Akupuktur aus chinesischer Sicht:

Akupuktur aus chinesischer Sicht

Vereinfacht ausgedrückt verlaufen über den gesamten Körper beidseits je 12 Energieleitbahnen (sog. Meridiane) durch die die körpereigene Energie in einem 24 Std. Rhythmus einmal vollständig durchfließt. Alle diese 12 Meridiane entspringen oder enden an einem Organ, von dem sie jeweils auch den Namen erhalten haben. Über diese Meridiane können sowohl die inneren Organe angesprochen werden, als auch Körperareale, die im Verlauf dieses Meridians liegen.

Kommt es im Verlauf des Meridians oder in seinem Organ zu Störungen, so kann die Energie hier nicht mehr frei fließen und die Folge sind Stauungen, welche wiederum zu Schmerzen und zu Erkrankungen führen können.
Aus chinesischer Sicht haben die inneren Organe nicht nur die Funktionen, welche wir aus unserer westlichen Sicht kennen. Vielmehr sind die Zusammenhänge und Funktionen der Organe wesentlich komplexer miteinander vernetzt, so dass Störungen in einzelnen Organen Krankheitsbilder zur Folge haben können, die wir in dieser Form in der westlichen Schulmedizin nicht kennen. Dieses Verständnis der Chinesen wird für uns immer verwirrender, wenn es Akupunkteuren gelingt Krankheiten zu heilen, die sie z. B. inneres Feuer oder äußere Wind-Hitze nennen, wo im Vorfelde alle anderen Medizinformen gescheitert sind.
Ob man der traditionellen Medizin Glauben schenkt oder nicht, die Akupunktur ist eine Form, die sicher in der medizinischen Therapie ihre Berechtigung hat und sehr elegant und entspannend Leiden lindern und häufig auch heilen kann. Vorausgesetzt der behandelnde Akupunkteur hat sich ein immenses Wissen angeeignet und weiß dieses auch korrekt anzuwenden. Was übrigens für jede Medizinform gilt.

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